Sylt Orkan: Angepeitscht von Orkantief „Tilo“ hat die erste schwere Sturmflut des Herbstes am Freitag die Insel Sylt getroffen. Während die ersten Orte am Nachmittag schon Entwarnung gaben, bereitete sich Hamburg auf das Hochwasser vor und räumte Teile des Hafens und der Speicherstadt. Helgoland wurde nach Angaben der Tourismusdirektion so schwer getroffen worden wie seit etwa 30 Jahren nicht mehr.
Für die Hochseeinsel meldete die Behörde einen Wasserstand von 2,50 Meter über dem mittleren Hochwasser. Vermutlich seien an der vorgelagerten Badeinsel hunderttausende Kubikmeter Sand weggerissen worden, sagte Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. Man sei von der Intensität überrascht gewesen und befürchte auf Helgoland einen Schaden in Millionenhöhe. Für die Bewohner bestehe aber keine Gefahr.
Fährverkehr eingestellt
In Schleswig-Holstein wurde laut Lagedienst der Fährverkehr zu den nordfriesischen Inseln und Halligen sowie zwischen Sylt und der dänischen Insel Römö eingestellt. Auch die Fähren zu den ostfriesischen Inseln fuhren nicht. Der Wind hatte orkanartige Böen mit bis zu elf Beaufort erreicht, das sind Geschwindigkeiten von mehr als 110 Stundenkilometern.